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Der Weg zum Posteingang - bewährte Methoden für die Zustellbarkeit von E-Mails

Zuletzt aktualisiert am: February 17, 2016

Sie haben viel Zeit und Mühe auf die Gestaltung einer E-Mail verwandt, kommen bei der Zustellung aber nicht durch? Lesen Sie die folgende Anleitung mit Informationen zu den Gründen und dazu, wie Sie die Interaktion und Ihre Zustellbarkeitsrate für E-Mails insgesamt steigern können.

Reputation bei Ihrem ESP und ISP

Um in den Posteingang zu gelangen, benötigen Sie die Unterstützung von zwei Seiten: vom ESP und vom ISP. Als Marketer müssen Sie hierzu sowohl bei Ihrem ESP als auch bei Ihrem ISP eine gute Reputation aufbauen.

Was bedeuten die Begriffe ESP und ISP?

ESP: E-Mail Service Provider

Ein ESP (z. B. HubSpot) bietet E-Mail-Marketing-Services an, die den Versand von E-Mails ermöglichen. Sie bieten die nötige Infrastruktur und IP-Überwachung, um eine exzellente Reputation bei ISPs zu gewährleisten und somit hohe Zustellbarkeitsraten.

ISP: Internet Service Provider

Internet Service Provider umfassen Webmail-Dienste wie Google Mail, Yahoo oder andere, die den Empfang von E-Mails ermöglichen.

Ihre Reputation als einzelner Absender sowie die Reputation Ihres ESPs spielen eine Rolle bei der Entscheidung, ob Ihre E-Mails bei diversen ISPs durchgelassen werden oder nicht. ISPs schauen auf Ihre Interaktionsraten und darauf, ob Sie als Spam gekennzeichnet wurden. Jeder Anbieter verwendet seine eigenen Algorithmen und priorisiert einige Metriken gegenüber anderen, um Daten über Sie als Absender zu sammeln. Zum Beispiel gehören zu den gängigen Metriken aller Anbieter die Öffnungen, Klicks, Antworten und Weiterleitungen. Einige Anbieter wie Hotmail laden Benutzer nach dem Zufallsprinzip ein, ihre E-Mails als Spam zu kennzeichnen oder nicht.

- TIPP - Als Marketer, der E-Mails über einen ESP wie HubSpot versendet, können Sie Ihre Bounce-Raten innerhalb des Tools selbst überwachen. Saubere Listen zu führen und sich die Berechtigungen von Ihren Kontakten zum Empfang von E-Mails zu sichern, ist besonders wichtig, um hohe Zustellbarkeitsraten zu erzielen. Ein Beispiel für diese gemeinsame Anstrengung: Wenn Sie Spam versenden, ist ein guter ESP für Sie nicht sonderlich hilfreich, weil die Spam-E-Mails den Spam-Filter des ISPs des Empfängers nicht passieren würden.

Herausragende Inhalte liefern

Wenn der ESP seinerseits auf die gute Reputation achtet, was können Sie als Marketer dann tun, um hohe Zustellbarkeitsraten zu gewährleisten?

Indem Sie großartige E-Mails an Personen senden, die an Ihrer Kommunikation interessiert sind. Interaktion ist von wesentlicher Bedeutung. Zwei Hauptkomponenten machen eine gelungene E-Mail aus: der von Ihnen gelieferte Inhalt und der Empfänger, an den Sie die E-Mail versenden.

Inhalte senden, die von Belang sind

Überlegen Sie sich, welche Ihrer Kontakte an Ihrer nächsten E-Mail-Nachricht interessiert sein könnten. In HubSpot können Sie Ihre Empfängerlisten nach ihren spezifischen Kontakteigenschaften segmentieren. Passen Sie Ihre E-Mail-Inhalte für jede Gruppe von Kontakten so an, dass Sie sich genau auf ihre Interessen beziehen und Ihre Interaktionsraten erhöhen. Senden Sie möglichst keine Nachrichten, die für Ihre Kontakte kaum relevant wären. So vermeiden Sie negative Interaktionen und verhindern Spam-Meldungen.

Personalisierung einbeziehen

Personalisieren Sie Ihre E-Mail-Nachrichten. Im HubSpot können Sie die Personalisierung in der Betreff-Zeile, im Namen des Absenders und in der Adresse des Absenders hinzufügen. Verwenden Sie beispielsweise anstelle der Absenderadresse noreply@ihrunternehmen.com eine E-Mail-Adresse, die persönlicher ist. So erhöhen Sie die Chancen, dass der Empfänger Ihre E-Mail öffnet oder sogar darauf reagiert.

Versehen Sie Ihren Text mit Hyperlinks

Anstatt vollständige URLs auszuschreiben, sollten Sie den Text, der zur Interaktion auffordert, lieber als Hyperlink darstellen. Oder noch besser: Verwenden Sie einen Call-to-Action- oder einen auffällig gestalteten Link, damit Ihre Klickrate steigt. Vermeiden Sie Kurz-URL-Dienste, weil strenge Filter diese als Spam-Links erfassen könnten.

Ausgewogenes Verhältnis zwischen Text und Bildern

Einige Filter kennzeichnen E-Mails, die nur Bilder enthalten. Stellen Sie nach Möglichkeit ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ihren Bildern und Texten her. Darüber hinaus laden einige Clients standardmäßig keine Bilder. Daher ist es unbedingt erforderlich, die Bilder auch mit etwas Text zu versehen.

Den Überblick über Empfängerlisten behalten

Mag sein, dass Sie Ihren Inhalt perfekt gestaltet haben - aber Sie sollten auch sicherstellen, dass Sie Ihre E-Mails an Personen senden, die dafür empfänglich sind.

Berechtigungsbasierte Listen

Über die Listensegmentierung können Sie Ihre Kontakte kennenlernen und Ihre Nachricht auf die richtigen Kontakte zuschneiden. Aber der erste Schritt besteht zunächst einmal darin, Listen von Kontakten mit hoher Interaktionswahrscheinlichkeit zu erstellen, damit Sie davon ausgehen können, dass alle Kontakte, an die Sie Ihre E-Mail senden, auch tatsächlich an Nachrichten von Ihnen interessiert sind. Dies bedeutet: Keine gekauften Listen.

Nehmen Sie In Ihre Formulare klare Botschaften über Opt-ins auf, oder verwenden Sie doppelte Opt-ins zum Senden einer Verifizierungs-E-Mail an Ihre Kontakte, damit Sie sie bitten können, ihre Präferenzen für E-Mail-Mitteilungen anzugeben. Lassen Sie Ihre Abonnenten wissen, dass sie jederzeit spezifische Marketingbotschaften in ihren E-Mail-Einstellungen abonnieren bzw. abbestellen können. Dies wird dazu beitragen, organische Listen mit den Personen zu gewährleisten, die sich für Ihre Kommunikation interessieren. Dies wird wiederum zu positiven Interaktionen mit Ihren E-Mails motivieren, und so gelangen Sie mit der Zeit zu immer besserer Reputation.

Halten Sie Ihre Kontakte auf dem neuesten Stand

Vermeiden Sie es, E-Mails an „tote“ Accounts zu senden. Senden Sie Kampagnen zur erneuten Interaktion, um alte oder verfallene Kontakte oder ungültige Adressen zu entfernen - Personen, die ihr Unternehmen verlassen oder ihren Posteingang ganz aufgegeben haben.

Weitere Möglichkeiten zur Steigerung der Zustellbarkeit

Auch wenn Sie ansprechende Inhalte versenden und Ihre Abonnenten sich über Ihre E-Mails freuen, können selbst die schönsten E-Mails manchmal durch das Raster fallen.

Whitelists

Wenn Ihre Abonnenten gern von Ihnen hören, werden sie auch dafür sorgen, dass Ihre E-Mails bei ihnen ankommen. Fordern Sie Ihre Abonnenten auf, Sie auf ihre Whitelist zu setzen, damit Sie auch strengere Filter oder ISPs passieren können. Sie können Ihre Abonnenten einfach in Ihrer E-Mail bitten, dass sie Ihre Absenderadresse in ihr Adressbuch oder in die Whitelist für ihr Netzwerk aufnehmen.

E-Mail-Domain-Authentifizierung

Es ist möglich, E-Mails so zu fälschen, dass sie den Anschein erwecken, von einem anderen als dem tatsächlichen Absender zu stammen. Zum Beispiel erhalten Sie möglicherweise eine E-Mail, die so aussieht, als käme sie von einem Freund, weil seine Antwortadresse angegeben ist. Tatsächlich ist die E-Mail aber vielleicht von einer anderen Person, die die Antwortadresse nur gefälscht hat.

Mit der Domain-Authentifizierung hingegen können Sie ISPs den Nachweis Ihrer Identität liefern. So können die ISPs sicherstellen, dass Ihre versandten E-Mails von derselben Domain stammen wie die Antwortadresse. E-Mails, die die Authentifizierung nicht bestehen, werden womöglich abgewiesen oder herausgefiltert. Mit der Authentifizierung über Ihre Domain durch HubSpot bieten Sie eine digitale Signatur zum Nachweis dafür, dass jede E-Mail auch tatsächlich von Ihnen stammt.

Die E-Mail-Interaktion aufrechterhalten

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Trends laufend analysieren und die E-Mails entsprechend anpassen. Wofür interessieren sich Ihre Kontakte? Wann möchten sie von Ihnen kontaktiert werden? Wie möchten sie von Ihnen kontaktiert werden? Lesen sie Ihre E-Mails auf einem Mobilgerät oder auf einem Desktop? Sie können all diese Metriken innerhalb von HubSpot überwachen.